Statement zu Stiftung Warentest 08/2020

Stiftung Warentest bewertet in Ausgabe 08/2020 des Magazins „test“ unser Produkt Naturpark Quelle Medium mit „befriedigend“.

Als Begründung wird ein von Stiftung Warentest ermittelter Uran-Gehalt von 13 Mikrogramm / Liter genannt. In allen anderen Kategorien wird unser Produkt mit „Gut“ bewertet.

Uran klingt bedrohlich, kommt aber von Natur aus im Boden und im Gestein vor. Es ist daher möglich, dass Mineralwasser Uran ebenso aus dem Gestein löst wie zum Beispiel Calcium oder Magnesium – allerdings nur in Spuren. Für ein gesundheitliches Risiko durch die Aufnahme von Uran mit der Nahrung oder mit dem Wasser gibt es keinerlei Hinweise – auch nicht in Regionen mit naturgegeben erhöhten Urankonzentrationen in Wasser und Boden und damit in den dort produzierten Nahrungsmitteln. Uran reichert sich überdies nicht im menschlichen Organismus an. Dazu passt auch, dass der von der WHO empfohlene Grenzwert für Uran in Wasser bei 30 Mikrogramm / Liter liegt. Einen gesetzlichen Grenzwert für Mineralwasser gibt es in Deutschland nicht.

Mineralwasser ist ein natürliches Produkt, das gemäß Mineral- und Tafelwasserverordnung nicht aufbereitet oder gereinigt werden darf, und als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel gilt. Auch unsere Wässer werden regelmäßig den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend und sogar darüber hinaus von externen unabhängigen Laboren und Instituten sowie von Gesundheitsbehörden kontrolliert. Diese kontinuierlichen Tests weisen für Naturpark Quelle Medium einen Uran-Gehalt zwischen 9 und 11 Mikrogramm / Liter aus, liegen also dauerhaft unter dem von Stiftung Warentest ermittelten Wert. Mit wenigen millionstel Gramm ist Uran überdies in so geringen Mengen in natürlichem Mineralwasser enthalten, dass Messtoleranzen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Die Erfahrung zeigt ferner, dass der Urangehalt in Mineralwässern natürlichen Schwankungen unterworfen ist.

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher besteht also kein Grund zur Beunruhigung. Sie können unsere Mineralwässer in ihrer natürlichen Reinheit weiterhin trinken.

 

Ihre Fragen, unsere Antworten

Rund um die Testergebnisse zur Naturpark Quelle

Was ist ein 1 μg? 

Ein Mikrogramm entspricht einem millionstel Gramm. 

Wieso enthält Mineralwasser Uran? 

Mineralwasser ist ein natürliches Produkt, das über oft mehrere hundert Jahre entsteht, indem Regenwasser im Boden versickert. Bei seinem Weg durchdringt das Wasser verschiedene Gesteinsschichten, wodurch es gefiltert wird und Mineralstoffe aufnimmt. Da Uran von Natur aus im Boden und im Gestein vorkommt, kann Wasser Uran ebenso aus dem Gestein lösen wie zum Beispiel Mineralien wie Calcium oder Magnesium. 

Wie kommt es zu unterschiedlichen Uran Gehalten verschiedener Wässer? 

Der Uran Gehalt eines Mineralwassers hängt von den individuellen geologischen Gegebenheiten der jeweiligen Quelle ab. Natürliches Mineralwasser darf – anders als Leitungswasser – nicht bearbeitet oder verändert werden. 

Ist Uran radioaktiv? 

Uran, wie es seit Beginn der Erdgeschichte in der Natur vorkommt, ist schwach radioaktiv. Es muss jedoch zwischen diesem natürlich vorkommenden Uran und dem zur Stromerzeugung in Kernkraftwerken oder zu militärischen Zwecken verwendetem, so genanntem angereichertem Uran, unterschieden werden. 

Ist Uran gesundheitsschädlich? 

Nein. Für ein gesundheitliches Risiko durch die Aufnahme von Uran mit der Nahrung oder mit dem Wasser gibt es keinerlei Hinweise – auch nicht in Regionen mit naturgegeben erhöhten Urankonzentrationen in Wasser und Boden und damit in den dort produzierten Nahrungsmitteln. Uran reichert sich überdies nicht im menschlichen Organismus an. 

Wo liegen die gesetzlichen Grenzwerte? 

Die europäische Mineralwasser-Richtlinie sieht keinen Höchstwert für Uran in Mineralwasser vor. Dem folgt auch die deutsche Mineral- und Tafelwasser-Verordnung. Nur für Wasser, das mit dem Zusatz „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ versehen ist, gilt ein Grenzwert von 2 μg/l. 

Davon zu unterscheiden sind Grenzwerte für Trinkwasser (Leitungswasser), das aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen und – anders als natürliches Mineralwasser – von den Wasserwerken aufbereitet und gereinigt (auch chemisch) wird. Auf europäischer Ebene wurde bislang auch für Trinkwasser (Leitungswasser) kein Grenzwert für Uran festgelegt. In Deutschland gilt ein Limit von 10μg/l, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Trinkwasser einen Grenzwert von 30 μg/l empfiehlt. 

Wieso gibt es Uran Grenzwerte für Leitungswasser aber nicht für Mineralwasser? 

Das ist technologisch bedingt, weil Leitungswasser von den Wasserwerken aufbereitet und (auch chemisch) gereinigt wird, so dass es keine Bakterien aber auch kaum mehr Mineralien enthält und geschmacksneutral ist, während Mineralwasser ein natürliches Produkt ist, das von den Mineralbrunnen nicht verändert werden darf und von Natur aus Uran in sehr geringen Spuren enthält. Mineralwasser darf nur in seiner natürlichen Reinheit abgefüllt werden. 

Ist Leitungswasser also besser? 

Natürliches Mineralwasser muss gemäß Mineral- und Tafelwasserverordnung seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen haben. Auf seinem Weg dorthin löst das Wasser Mineralien aus den darüber liegenden Gesteinsschichten des Bodens und erhält so seine Fähigkeit, den menschlichen Körper mit wertvollen Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Natrium zu versorgen. Strenge Kontrollen garantieren die gleichbleibende Qualität von der Quelle bis zum Verbraucher. So führen wir täglich über 250 Analysen durch, um die Qualität unserer Mineralwässer sicherzustellen. 

Da Leitungswasser hingegen aus Regen- und Abwasser gewonnen wird, ist eine chemische Reinigung zwingend erforderlich. Wie die regelmäßigen Warnhinweise zum Beispiel wegen mikrobiologischer Belastungen und die Aufforderungen, das Wasser vor Gebrauch abzukochen, zeigen, ist diese chemische Reinigung häufig ungenügend. 

Die Wasserwerke kontrollieren die Qualität des Leitungswassers in ihrem Werk in der Regel einmal täglich sowie gelegentlich die Rohleitungen bis zum Hausanschluss. 

Gar nicht überprüft wird jedoch die Qualität des tatsächlich aus dem Hahn entnommenen Leitungswassers. Fachleute sehen in dieser „Last Mile“ zahlreiche Gefahren, weil Hausleitungen, Hauspartikelfilter oder Siebeinsätze die Wasserqualität negativ beeinflussen können. Ein weiteres Risiko stellt das so genannte Stagnationswasser dar. Damit wird Wasser bezeichnet, das länger als vier Stunden in der Leitung gestanden hat. 

Natürliches Mineralwasser ist mit chemisch aufbereitetem Leitungswasser also nicht zu vergleichen. 

Darüber hinaus bietet die Vielfalt der im Handel erhältlichen Mineralwässer den Verbrauchern die Möglichkeit, ein Wasser nach ihrem Geschmack zu finden, während an einem Wohnort immer nur ein einziges, meist geschmacksneutrales Leitungswasser zur Verfügung steht. 

Kann man das Uran aus dem Mineralwasser herausfiltern? 

Technisch ist das durchaus möglich. Da Mineralwasser aber – anders als Leitungswasser – nicht bearbeitet werden darf, sondern in seiner natürlichen Reinheit abgefüllt werden muss, ist eine Filterung nicht gestattet. 

Im Test von 2017 (Stiftung Warentest) war der Uran-Gehalt von Naturpark Quelle geringer. Woran liegt das? 

Die gestiegene Nachfrage nach Naturpark Quelle hat dazu geführt, dass wir 2018 weitere Quellen im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald erschlossen haben. Dadurch hat sich die Mineralisierung leicht geändert. 

Wird sich an den kritisierten Uran-Werten künftig etwas ändern? 

Das ist denkbar. Um die weiterhin wachsende Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher bedienen zu können, planen wir seit geraumer Zeit eine Erweiterung der Quellkapazität. Das kann zu einer Veränderung der Mineralien und Spurenelemente in den Wässern der Marke Naturpark Quelle führen. 

Warum schwanken Uranwerte? Wie genau können solche Messungen sein? 

Mineralwasser ist ein Naturprodukt und unterliegt somit natürlichen Schwankungen. Messverfahren weisen immer auch Mess-Unsicherheiten auf. Bei der zur Uran-Bestimmung angewandten Methode liegen die Mess-Unsicherheiten bei bis zu 30%. Überdies ist Uran mit wenigen millionstel Gramm in so geringen Mengen in natürlichem Mineralwasser enthalten, dass Messtoleranzen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse haben. 

Enthalten auch andere natürliche Lebensmittel Uran? Wenn ja welche und wie viel? 

Viele Lebensmittel des täglichen Bedarfs enthalten Uran in unterschiedlicher Konzentration. Die durchschnittlich höchsten Gehalte werden in Schalentieren (bis > 30 μg/kg) gemessen. Ungeschältes Wurzelgemüse, Kartoffeln und Rettich, je nach Urangehalt des Bodens, können ebenfalls Uranwerte bis 18 μg/kg aufweisen (WHO, 1998, WHO, 2001). Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Uran in natürlichen Mineral- und anderen, zum Verzehr bestimmten Wässern, Stellungnahme des BfR vom 3. März 2004.